

Landesnatur
Die Republik Niger erstreckt sich vom Mittellauf des Flusses Niger bis weit in die Sahara. Insgesamt sind rund 2/3 des Landes Wüsten und Halbwüsten, deren jährliche Niederschläge unter 100mm liegen. Oft bleiben sie jahrelang regenlos. Im Zentrum steigt das Aïr-Gebirge bis zu 1800m auf. Das Binnenlang Niger ist mit 1,26 Mio. km² fast fünfmal so groß wie Deutschland, hat aber nur ca. 10 Mio. Einwohner. Die Hauptstadt ist Niamey mit nahezu 1 Mio. Einwohnern, weitere wichtige Städte sind Zinder, Maradi, Tahoua, Agadez und Arlit.
Politik
Unabhängigkeit von Frankreich am 3.8.1960
Staatsform: 1. Republik von 1960-1974; Militärregierung mit Einheitspartei von 1974-1989, 2. Regierung von 1989-1991
Herbst 1991: Nationalkonferenz, Ernennung einer Übergangsregierung;
Februar/März 1993: Demokratische Parlaments- und Präsidentschaftswahlen;
Präsident: Mahamane Ousmane; Januar 1996: Militärputsch; Juli 1996: Wahlen;
Präsident: General Baré; Februar 1999: erneuter Militärputsch
Bevölkerung
Die Haussa stellen mit 54% die größte ethnische Gruppe, gefolgt von den Djerma/Songray (21%), Fulbe/Peulh (10%) und Tuareg (9%). Das Bevölkerungswachstum liegt bei 3,4%-3,6% (weltweit mit das höchste), die Analphabetenrate bei ca. 70% (Frauen ca. 83%) und die durchschnittliche Lebenserwartung bei 45 Jahren. Etwa 95% der nigrischen Bevölkerung gehören zum Islam.
Wirtschaft
Durch gezielte Bemühungen zur Ernährungssicherung ist Niger in Jahren normaler Regenfälle landwirtschaftlicher Selbstversorger (Hirse, Reis, Gemüse). Im wüstenhaften Norden des Landes leben Nomaden (Tuareg, Araber, Tubu), die von der Viehwirtschaft und dem Karawanenhandel leben. In kleinen Oasen vor allem im Aïr-Gebirge gibt es jedoch auch Gärten mit Getreideanbau, Gemüsebau und Dattelpalmen. Die Uranproduktion, die lange Jahre das Rückrat der nigrischen Wirtschaft war, hat durch sinkende Nachfrage und Preisverfall zu einer gewaltigen Verminderung der Staatseinnahmen geführt. Niger ist hoch verschuldet und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.
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